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	<title>Das Leben vom Forsch</title>
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	<description>- Lasst euch was forsch-lesen! -</description>
	<pubDate>Wed, 18 Apr 2012 07:51:14 +0000</pubDate>
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		<title>Ein deutsches Erbe</title>
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		<pubDate>Tue, 17 Apr 2012 09:06:06 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Forsch</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Dies und Das]]></category>

		<category><![CDATA[Deutschland]]></category>

		<category><![CDATA[Rechtsextremismus]]></category>

		<category><![CDATA[Terror]]></category>

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		<description><![CDATA[&#8220;Boah, ich kann das nicht mehr hören! Immer wird auf uns Deutsche herumgehackt: &#8216;Ihr Deutsche habt die Juden umgebracht!&#8217; Ha! Und was ist mit den Indianern? Und den Armeniern? Jedes Volk hat doch so eine Geschichte herumliegen, aber wir, wir müssen die ganze Zeit im Büßergewand herumlaufen!! Und überhaupt machen die Ausländer jede Menge Probleme [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<blockquote><p>&#8220;Boah, ich kann das nicht mehr hören! Immer wird auf uns Deutsche herumgehackt: &#8216;Ihr Deutsche habt die Juden umgebracht!&#8217; Ha! Und was ist mit den Indianern? Und den Armeniern? Jedes Volk hat doch so eine Geschichte herumliegen, aber wir, wir müssen die ganze Zeit im Büßergewand herumlaufen!! Und überhaupt machen die Ausländer jede Menge Probleme &#8230;&#8221;</p>
</blockquote>
<p><span id="more-967"></span></p>
<p>Na, schon mal gehört solche Aussagen? Möchte man da nicht zustimmend nicken und leise &#8220;da ist wohl was dran &#8230;&#8221; murmeln? Ja?! Nein!?</p>
<p>Nein! Noch klarer:<strong> NEIN!</strong></p>
<p>Rechtsextremer Terror wird in Deutschland offen praktiziert. Es sind nicht mehr die leicht verschämt, mehr oder weniger offen vorgetragenen Stammtischresentiments, es geht um Mord. Und um das, was damit bezweckt wird: Angst, Wut, Polarisierung schüren. Und deswegen ist es für mich an der Zeit Stellung zu beziehen.<br />
Ich will garnicht auf jedes einzelne Argument eingehen; das wurde an anderer Stelle ausgiebig getan. Wer lesen kann, soll das tun. Wer verstehen will, wird es auch tun. Ich möchte hier meine persönliche Begründung darlegen, warum wir Deutschen die Aufgabe haben, als stete Warner und Mahner gegenüber uns selbst und der Welt aufzutreten.</p>
<p>Dazu ein kleines Beispiel: </p>
<p>Sie erben und zwar ein Mehrfamilienhaus in einiger Entfernung. Das Haus ist ordentlich in Schuss und wirft einige Mieteinnahmen ab. Nun, es gibt zwei Möglichkeiten damit umzugehen:<br />
1) Man lehnt das Erbe ab. Das bedeutet, dass man nicht mehr für das wohl und wehe dieses Erbe angesehen werden kann. Und natürlich kann man nicht durch die Gegend laufen und sagen &#8220;Ich hatte ja mal fast irgendwie ein bisschen ein Haus &#8230;&#8221;<br />
2) Man nimmt das Erbe an. Das bedeutet, dass man Mehreinnahmen verzeichnen kann. Und auch, dass der soziale Status steigt (man nennt Grund und Boden sein Eigen).<br />
Das bedeutet auch, dass man sich um die Belange seiner Mieter kümmern muss. Man muss das Haus erhalten, pflegen. Man zahlt Steuern und beschäftigt sich mit dem bürokratischen Kleinkram. So ist das halt, wenn man erbt.</p>
<p>Das kann aber auch bedeuten, dass man nach 10 Jahren feststellt, dass der Großonkel, der das Haus vererbt hat, über Jahre seine giftigen Lacke in einem Kellerraum entsorgt hat. Und das Zeug ist in die Kanalisation gedrungen und bedroht das Trinkwasser der Stadt.<br />
Scheiße, denkt man sich, hätte man das Erbe doch mal abgelehnt! Hat man aber nicht, man hat 10 Jahre gut verdient und jetzt ist man nunmal in den Arsch gekniffen. Vernünftige Menschen nehmen die Verantwortung, die nunmal auf sie übergegangen ist, an, beißen die Zähne zusammen und werden alles tun, um die Sanierung voran zu treiben. Und wenn es denn irgendwann mal geschafft ist, dann setzt man sich dafür ein, dass die Stadt alte Farben und Lacke kostenfrei abholt und fach- und sachgerecht entsorgt. Man setzt sich für Umweltschutz ein und mahnt davor dieses Zeug im Keller zu lagern.<br />
Nein, man hat mit den Sünden des Großonkels nichts zu tun und nein, man kann auch nicht dafür verantwortlich gemacht werden. Aber man hat sie genauso geerbt, wie das schöne Haus mit den Mieteinnahmen.<br />
Und man kann auch nicht hingehen und sagen, dass der Nachbar ja seit Jahr und Tag seine Abfälle im Garten verbrennt und der andere einen Ölwechsel auf der Straße macht. Das sind die Anderen, mit denen hat man nix zu tun, die müssen selber ihre Verantwortung tragen. Und es gibt keine Relativierung, da der Schaden nicht aufgewogen oder rückgängig gemacht werden kann.</p>
<p>Und was hat das nun mit der Nazivergangenheit unseres Landes zu tun?<br />
Nun, übertragen wir das Beispiel doch mal: Wir haben ein ordentlich geführtes Land geerbt. Alles in allem lässt es sich hier ganz passabel leben.<br />
Ja, man muss sich immer mal wieder um alles möglich kümmern und es ist einiges im Argen. Aber es gibt Wege, das in den Griff zu bekommen, auch wenn sie lang und steinig sind.<br />
Wir haben großartige Vergangenheit geerbt. Wir dürfen auf dem aufbauen, was unsere Vorfahren angefangen haben. Wir leben gut und in Wohlstand. (Bitte jetzt keine Hartz 4 Diskussion anfangen. Ja, da liegt auch so einiges schief, ist aber hier nicht das Thema.) Im Vergleich mit dem Rest der Welt haben wir Luxusprobleme.</p>
<p>Was wir auch geerbt haben ist, das ein deutscher Staat das wahrscheinlich schlimmste Verbrechen begangen hat, was man sich z.Z. vorstellen kann: die systematische und industriell durchgeführte Vernichtung, Ausrottung, Erniedrigung, Entmenschlichung und Tötung eines Teils seiner Bevölkerung. Und darüber hinaus Anzettelung eines Weltkrieges, nicht zuletzt mit dem Ziel auch in den benachbarten Ländern Gewalt und Tot zu bringen.<br />
Und wenn ich schreibe, ein deutscher Staat hat dies getan, dann meine ich damit: ein Staat ist immer die Summe seiner Mitbürger. Aller. Also, Menschen haben es getan. Es war Teil ihrer ureigensten Entscheidungen zu morden. Es ist ihnen nicht schicksalshaft passiert.</p>
<p>Wieder zieht der Vergleich: Ja, es gibt Nachbarn und Länder auf dieser Welt, die ebenso gleichsam unvorstellbare Gräueltaten vollbracht haben. Aber das ist nicht zu vergleichen, der Schaden ist hier passiert. Er ist hier angerichtet und wir haben es geerbt.<br />
(Darüber hinaus und als Einwurf am Rande erwähnt: Das, was in Deutschland passiert ist, ist aufgrund der industriellen Monströsität, meiner Meinung nach, eh nicht vergleichbar.)</p>
<p>Es wurden viele Anstrengungen unternommen die Schaden in dem Rahmen, den diese Welt zulässt, wieder gut zu machen. Soweit man von &#8220;gut&#8221; machen sprechen kann. Wichtig ist, viele Menschen habe sich intensiv in einem positiven Sinne um dieses schreckliche Erbe gekümmert. Manche mehr, manche weniger, jeder nach seiner Fasson. </p>
<p>Und das ist auch mein wesentliches Fazit: es geht darum, das Erbe anzunehmen, für jeden einzelnen, und damit heilsam umzugehen. Ja, die Generation der Täter und Opfer ist quasi ausgestorben, aber es bleibt die Rolle des Warners und Mahners. Und die Verpflichtung zur Friedfertigkeit für einen deutschen Staat.<br />
Eine letzte Fragestellung will ich noch kurz beleuchten: Kommt man um dieses Erbe herum? Kann man sich dem in irgendeiner Weise entziehen?<br />
Klar, kann man! Auswandern, eine andere Staatsbürgerschaft annehmen und an einer anderen Stelle auf dieser Welt leben und das dortige Erbe annehmen und ausleben.</p>
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		<title>Büro Battle</title>
		<link>http://www.lit-blog.de/2012/02/buro-battle/</link>
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		<pubDate>Wed, 15 Feb 2012 14:07:23 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Forsch</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Dies und Das]]></category>

		<category><![CDATA[Büro]]></category>

		<category><![CDATA[Zeichnen]]></category>

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		<description><![CDATA[Schlimme Kämpfe tragen sich in deutschen Büros zu. Da werden Mitarbeiter(innen) verlacht, verspottet, hochgenommen, verulkt, bloßgestellt und auf vielfältig andere Weise gemobt.
Auch mir wurde böse mitgespielt, als man mich aufforderte, doch mal mein vielfach gepriesenes (ich habe keinen blassen Schimme von wem &#8230;) Zeichentalent unter Beweis zu stellen und einen Girfanten und einen Löguin zu [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Schlimme Kämpfe tragen sich in deutschen Büros zu. Da werden Mitarbeiter(innen) verlacht, verspottet, hochgenommen, verulkt, bloßgestellt und auf vielfältig andere Weise gemobt.<br />
Auch mir wurde böse mitgespielt, als man mich aufforderte, doch mal mein vielfach gepriesenes (ich habe keinen blassen Schimme von wem &#8230;) Zeichentalent unter Beweis zu stellen und einen Girfanten und einen Löguin zu zeichnen.<br />
Dem geneigtem Leser wird den Kaltschweißausbruch, der mich überkam, sicherlich mitfühlen können. Wenn nicht, auch nicht schlimm: einfach einen Eimer Eiswasser über den Kopf gießen.<br />
Ich nahm den Kampf auf und schuf diese Tiere, die sich nun in unsrem Büro steigender Beliebtheit erfreuen. Das Machwerk links unter dem Girfanten soll übrigens ein Delguru sein, was ich als Ansatz sehr chic finde (auch wenn er nicht von mir ist &#8230;)</p>
<p><span id="more-958"></span></p>
<p><a href="http://www.lit-blog.de/wp-content/uploads/2012/02/loguin.jpg"><img src="http://www.lit-blog.de/wp-content/uploads/2012/02/loguin.jpg" alt="" title="Löguin" width="252" height="300" class="size-medium wp-image-961" /></a></p>
<p><a href="http://www.lit-blog.de/wp-content/uploads/2012/02/girfant.jpg"><img src="http://www.lit-blog.de/wp-content/uploads/2012/02/girfant.jpg" alt="" title="Girfant" width="252" height="300" class="size-medium wp-image-961" /></a></p>
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		<title>Noch mal davon gekommen</title>
		<link>http://www.lit-blog.de/2012/02/noch-mal-davon-gekommen/</link>
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		<pubDate>Tue, 07 Feb 2012 16:27:49 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Forsch</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Forsch schreibt]]></category>

		<category><![CDATA[Kurzgeschichte]]></category>

		<category><![CDATA[Science Fiction]]></category>

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		<description><![CDATA[Uargh und Muorgh waren lange unterwegs gewesen, als sie das Sonnensystem in einem Randbezirk dieser kleinen Spiralgalaxy entdeckten. Die Messinstrumente zeigten einen Planeten, der im Lebensbereich des Systems seine Kreise um eine gelbe Sonne zog. Automatisch leiteten die Instrumente den Hyperraumsprung ein, indem ein temporäres Wurmloch aufgebaut wurde und den Weg in den Strahlbereich des [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Uargh und Muorgh waren lange unterwegs gewesen, als sie das Sonnensystem in einem Randbezirk dieser kleinen Spiralgalaxy entdeckten. Die Messinstrumente zeigten einen Planeten, der im Lebensbereich des Systems seine Kreise um eine gelbe Sonne zog. Automatisch leiteten die Instrumente den Hyperraumsprung ein, indem ein temporäres Wurmloch aufgebaut wurde und den Weg in den Strahlbereich des Sterns bahnte. Alles geschah routiniert, jeder Griff mit den langen Fangarmen war einstudiert und lief quasi automatisch ab. Und das Raumschiff glitt geschmeidig in den Hyperraum.</p>
<p><span id="more-949"></span></p>
<p>Uargh und Muorgh hießen natürlich nicht so. Ihre Namen sind hier eine stark vereinfacht Transkription in eine menschlich halbwegs verständliche Sprach- und Ausdrucksweise. Sie hatten viel mehr sehr komplexe Namen, die ihre ebenso komplexen und hochentwickelten Persönlichkeiten widerspiegelten.<br />
Sie gehörten einer extrem weit entwickelten Zivilisation an, die neben der Entwicklung  der intergalaktischen Raumfahrt auch den globalen Frieden auf ihrem Heimatplaneten hergestellt hatten. Und das bereits vor hunderten von Erdenjahren. Der Preis dafür war, das sich diese Wesen auf die Ausbeutung anderer Welten spezialisiert hatten. Ständig waren ihre Spähraumschiffe auf der Suche nach Zivilisationen, die sie unterjochen, versklaven und ausbeuten konnten. Die Bewohner der bemitleidenswerten Welten wurden zur Sklavenarbeit in den Minen ihrer Heimat gezwungen und gingen dort dann nach kurzer Zeit unter erbärmlichen Bedingungen zu Grunde. Die jeweiligen Heimatplaneten hinterließen diese Wesen ausgeplündert und aller Ressourcen beraubt als unwirtliche Wüsten, auf denen auch Jahrtausende später noch kein Leben möglich war.</p>
<p>Das Raumschiff glitt aus dem Hyperraum und Uargh stellte die Position anhand der Signallichter der Instrumente des Raumschiffs fest. Sie waren am Rande des Sonnensystems wieder in den dreidimensionalen Raum eingetreten. Eine schnelle Analyse des Bordcomputers zeigte, dass der dritte Planet Leben beherbergte. Hochentwickeltes Leben sogar, was Uargh und Muorgh in leichte Euphorie versetzte, denn die Wahrscheinlichkeit war groß, dass es hier fette Beute zu holen galt.</p>
<p>Das Raumschiff glitt in wenigen Minuten an den Planeten heran, der wie ein blauer Juwel vor ihnen lag. Ein atemberaubender Anblick! Abgehörte Signale des Planeten zeigten, dass die Bewohner ihre Kommunikation mit elektromagnetischen Wellen bewerkstelligten, eine Art und Weise, die in der Heimat der Beiden seit langen als veraltet galt. Die Bewohner nannten ihren Planeten &#8220;Erde&#8221; und waren sehr stolz auf ihn. Tatsächlich glaubten sie, dass der Planet ihnen gehörte, was in den Augen der beiden Außerirdischen eine Lächerlichkeit war und sicherlich schnell zusammenbrach, wenn erstmal die Kampf- und Raumflotte über dem Planeten erschien.</p>
<p>Um kein Aufsehen zu erregen, landeten Uargh und Muorgh das Raumschiff in einem waldigen Gebiet auf der Nachtseite des Planeten. Nur ein leises Plopp war zu hören, als das Fahrzeug elegant aufsetzte und zum Stehen kam. Sicherheitshalber schaltete Uargh die Tarnvorrichtung ein, so dass das Schiff im dreidimensionalen Raum nicht mehr geortet werden konnte.</p>
<p>Muorgh stand aus seinem Kommandosessel auf, verließ das Raumschiff über die Luftschleuse und betrat den Boden des Planeten. Laut Bordcomputer war dies eine Stadt namens Berlin. Eine Umgebung, wie auf ihrem Heimatplaneten, war sein erster Gedanke. Sauerstoffatmosphäre, auf Kohlenstoff basierende Lebewesen. Sein Intelligenzscanner zeigte das intelligenteste Lebewesen im näheren Umkreis an und wies ihm den Weg. Ein kurzer Strahl aus seiner Phaserwaffe und das Lebewesen sackte betäubt in sich zusammen. Ein Weibchen, wie er schnell feststellt und dabei seine Reißzähne bleckte. Der Traktorstrahl transportierte das Lebewesen in das Raumschiff und auch Muorgh ging zurück. Schnell startete das Raumschiff wieder und verschwand unter dem Schutz des Tarnschildes in Richtung des größten Planeten des Systems.</p>
<p>Muorgh und Uargh beugten sich über das bewußtlose Wesen, dass auf dem Untersuchungstisch des Raumschifflabors lag, waehrend der Autopilot den Hyperraumsprung zurück in die Heimatgalaxy der Beiden vorbereitete. Sie wußten, was zu tun war: Beweglichkeitstest, Krafttest, Biostruktur usw. Sie betrachteten das Wesen. Es war behaart, hatte zwei braune Augen und war ungefähr 28 Grunks groß (was etwa 1,60m entspricht). Zwei Hände, fünf Finger, wie gemacht um in den Minen auch die schwierigsten Arbeiten auszuführen. Insbesondere die Spezialwerkzeuge bedurften einer gewissen manuellen Geschicklichkeit. Mittlere Kraft; gut, das würde reichen. Für die schweren Lastarbeiten hatte man ja schon die kräftigen Huranier versklavt. Die Vorfreude, eine satte Prämie für die Entdeckung eines neu auszubeutenden Planeten in Aussicht zu haben, ließ Muorgh und Uargh schneller arbeiten.<br />
Mit fiebrig glänzenden Augen schlossen sie den alles entscheidenden Intelligenztest an. Elektronen wurden mit Saugnäpfe am Kopf des Wesens befestigt und der Computer begann mit der Intelligenzanalyse. Ein Minimum von 280 Mruks musste erreicht werden, damit die Sklaven in der Lage waren, wenigstens einfachste Befehle zu verstehen. Zäh verging die Zeit während beide gebannt auf den Bildschirm starrten, auf dem jeden Augenblick das Ergebnis erscheinen sollte. Und da war es! Der Computer meldete sich mit einem kurzen akustischen Signal zurück. Und es war: Niederschmetternd! Nicht einmal 15 Mruks wurden erreicht! Augenscheinlich waren die Wesen des Planeten strohdumm und nicht auch nur annähernd den minimalen intellektuellen Anforderungen einfacher Minenarbeit gewachsen! Bestenfalls in 2 Millionen Jahren würden die Wesen des Planeten so weit entwickelt sein, dass sich ein weiterer Besuch und eine Untersuchung wieder lohnen könnte. Enttäuscht brachen die beiden Forscher ihre Untersuchung ab und bereiteten sich vor, zu ihrer Heimatwelt zurückzukehren. Schlagartig hatten sie das Interesse an ihrem Entführungsopfer verloren und überließen es seinem Schicksal. Mit finsteren Mienen bereiteten sie alles für den Hyperraumflug vor und das Raumschiff verschwand einen Augenblick später ohne eine Spur zu hinterlassen in den weiten des Weltalls.</p>
<p>Der Radiowecker sprang an. Wie jeden Morgen.<br />
&#8220;Es ist 7:00 Uhr, hier sind die Nachrichten.&#8221;<br />
Im Halbschlaf hörte ich zu. Wirtschaftszahlen, Merkel, Aufstand in Syrien, President Obama.<br />
Ein Halbsatz lies mich verwundert wach werden:<br />
&#8220;&#8230; wurde heute Nacht aus dem Berliner Zoo die Schimpansin Sheila entwendet. Nach Aussagen der Polizei ist nicht klar, ob es sich dabei um die Tat radikaler Tierfreunde handelt oder Sheila selbst sich auf einen Ausflug gemacht hatte. Aktuell wird intensiv nach dem Tier gesucht.&#8221;<br />
Sachen gibt&#8217;s &#8230; </p>
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		<title>Heinz</title>
		<link>http://www.lit-blog.de/2012/01/heinz/</link>
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		<pubDate>Mon, 23 Jan 2012 10:29:30 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Forsch</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Forsch schreibt]]></category>

		<category><![CDATA[Alkohol]]></category>

		<category><![CDATA[Penner]]></category>

		<category><![CDATA[Stadtstreicher]]></category>

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		<description><![CDATA[Ich jogge immer die gleiche Strecke. Ein Rundkurs in einem kleinen Park, etwa 2,5 km, so dass ich variabel entscheiden kann, wie weit ich wirklich laufen möchte. Die Strecke führt durch Park, Wald, an einem Dammwildgehege vorbei und um einen kleinen See herum. Parkbänke säumen den Weg, manchmal sitzen dort Jugendliche, die nur halb beschämt [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ich jogge immer die gleiche Strecke. Ein Rundkurs in einem kleinen Park, etwa 2,5 km, so dass ich variabel entscheiden kann, wie weit ich wirklich laufen möchte. Die Strecke führt durch Park, Wald, an einem Dammwildgehege vorbei und um einen kleinen See herum. Parkbänke säumen den Weg, manchmal sitzen dort Jugendliche, die nur halb beschämt ihren Joint hinter der Lehne zu verbergen suchen, manchmal eine alte Frau, die ihre Möglichkeiten überschätzt hat und eine kleine Pause machen muss.</p>
<p>Und am See sitzt immer Heinz. Immer auf der gleichen Bank, immer mit Zigarette und Bier.</p>
<p><span id="more-940"></span></p>
<p>Ich habe Heinz kennengelernt, als ein Wadenkrampf mich zwang kurz stehen zu bleiben und mich zu dehnen. Er sprach mich an, Tonfall verwaschen und nasal.</p>
<p><em>Hoaahh &#8230; das&#8217; aba ma spoatlich &#8230;</em></p>
<p>Joahh &#8230; antwortete ich wage, nicht wirklich gewillt, den Kontakt zu vertiefen. Doch dann fing er an zu erzählen.</p>
<p><em>Früha, da wara ja auch spoatlich. Da hattim niemand wat vor&#8217;emach&#8217;. Unnie Fraun ha&#8217;m ihm hinterher geschau&#8217; und jede, jede, konn&#8217;er ha&#8217;m. Damma&#8217;s. Er hat&#8217; ja &#8216;n Motorrad gehapt, so &#8216;ne Honda, da stand&#8217;n se alle und ha&#8217;m geguckt. Un&#8217; mit seine Freun&#8217;in is er &#8216;rum gefah&#8217;n. Bis na&#8217; Essen, z&#8221; Einkaufen un Kaffeetrinken. Da hattasich nich lum&#8217;en lassen, bei der Bi&#8217;ergit. Aba die is ja jetz auch schon lange wech, lange. Das is, weil der Job war da we&#8221;.</em></p>
<p>Ich hatte Probleme ihn zu verstehen. Seine Stimme war verwaschen und biergeschwängert. Wobei er versuchte seinen Worten durch einen gekünzelten Bass Ausdruck zu verleihen. Vielleicht waren es aber auch nur der Kondensatbelag der Stimmbänder.</p>
<p><em>Er war ja, hier, Ins&#8217;allateuer. Für Wasser, damit die Leute scheißen können. Da hat er auch gut verdient, tausend Euro, und mehr, damals war das ja in D-Mark und noch viel. Ja.</em></p>
<p><em>Heute kann man ja niemanden mehr trauen. Schon garnicht den Frauen, die sind alle gleich. Wenn man denen kauft, so, und Geschenke macht und man machtatt ja gerne. Aba die sind alle so Schmuc&#8217;.</em></p>
<p><em>Auf&#8217;m Amt sin ja auch nur Fraun. Alle. Kannse geh&#8217;n, wo wills&#8217;. Früher war dat ja Stütze. Heute is dat ja Haz, da. Vier. Kann man nich von leh&#8217;m, kann man nicht, ne. Scheiße. Un wenn er schon so hört, so rauchen, weil dat is teuer un&#8217; ungesund. Ja, toll, soll&#8217;n die doch ersma&#8217; aufhör&#8217;n mit rauchen! Sollen se mal seh&#8217;n! Ich lass mir datoch nich&#8217; erzähl&#8217;n!</em></p>
<p>Er schaute auf seine runtergebrannte Kippe. Mehr fiel sie ihm aus der Hand, als dass er sie wegwarf. Nestelte eine zerknautschte Packung aus der Hosetasche und fingerte eine verbogene weitere heraus. Nur mit Mühe fand die Feuerzeugflamme die Spitze der Zigarette.</p>
<p><em>Ah, so. Gut. Und überhaupt woll&#8217;n doch alle nur sein Geld. Oder Zigarettn. Wenner wo steht, so anner Bude, so, dann kommse alle: Heinz hasse ma&#8217; &#8216;ne Fluppe? Krisse wieda! Krisse aba nich&#8217;! Tolle Freunde.</em></p>
<p><em>Ei&#8217;entlich sei er ja reich. Weil, die sin&#8217; alle gekomm&#8217; und wollten Kohle ham. Und hamse ja auch gekricht, weil er hatte es ja. Un jetz kennse ihn nich mehr. Pillemänner.</em></p>
<p>Er griff zu der Flasche Krombacher, die er kurz auf dem Boden abgestellt hatte, führte sie schwankend zum Mund und nahm einen langen Zug der abgestandenen Plörre. Ich nutzte die Gelegenheit und streckte mich, machte ein paar Trippelschritte und sagte, dass ich jetzt mal wieder müsse.</p>
<p>Er machte eine fahrige Handbewegung, die wohl ein Winken sein sollte.</p>
<p><em>Tschüh&#8217;.</em></p>
<p>Ich lief los.</p>
<p>Eine Runde später kam ich wieder am See vorbei. Heinz saß noch dort, blickte auf den See, schaut auf die Enten, aber sein Blick ging durch die Tiere hindurch und blieb irgendwo auf dem Grund des Sees hängen.</p>
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		</item>
		<item>
		<title>Herbstsonett</title>
		<link>http://www.lit-blog.de/2011/10/herbstsonett/</link>
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		<pubDate>Sat, 08 Oct 2011 14:59:48 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Forsch</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Forsch schreibt]]></category>

		<category><![CDATA[Gedicht]]></category>

		<category><![CDATA[Herbst]]></category>

		<category><![CDATA[Sonett]]></category>

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		<description><![CDATA[Wenn Du von Krankheit erfährst
Wenn Dein Leben sich ändert
Wenn Dein Liebling stirbt
Wenn Du streitest
Dann ist Herbst
Wenn Du von Heilung erfährst
Wenn Dein Leben sich erneuert
Wenn Dein Liebling ein Mensch ist
Wenn Du stabil stehst
Dann ist Herbst
Wenn alles an Dir zerrt und zieht
Wenn nur einer alles für Dich gibt
Dann ist Herbst
Wenn alles sich zu lösen meint
Wenn Licht durch [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wenn Du von Krankheit erfährst<br />
Wenn Dein Leben sich ändert<br />
Wenn Dein Liebling stirbt<br />
Wenn Du streitest<br />
Dann ist Herbst</p>
<p>Wenn Du von Heilung erfährst<br />
Wenn Dein Leben sich erneuert<br />
Wenn Dein Liebling ein Mensch ist<br />
Wenn Du stabil stehst<br />
Dann ist Herbst</p>
<p>Wenn alles an Dir zerrt und zieht<br />
Wenn nur einer alles für Dich gibt<br />
Dann ist Herbst</p>
<p>Wenn alles sich zu lösen meint<br />
Wenn Licht durch Wolken scheint<br />
Dann ist Herbst</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Ich arbeite dann jetzt mal.</title>
		<link>http://www.lit-blog.de/2011/07/ich-arbeite-dann-jetzt-mal/</link>
		<comments>http://www.lit-blog.de/2011/07/ich-arbeite-dann-jetzt-mal/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 26 Jul 2011 18:18:39 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Forsch</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Forsch schreibt]]></category>

		<category><![CDATA[Alltag]]></category>

		<category><![CDATA[Familie]]></category>

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		<description><![CDATA[7:00 Uhr Töööt! Töööt! Töööt! Wecker.
7:15 Uhr Kaffee gekocht. Kleines Frühstück.
7:45 Uhr Duschen. Heiß. Wach.
8:00 Uhr Ich arbeite dann jetzt mal.

8:20 Uhr Ding, Dong! Klempner.
8:40 Uhr Alles klar. Alles gut. Bis 15:00 Uhr. Dann mit Ersatzteil.
9:00 Uhr Kind 1 wecken. Kakao kochen. Apfel schälen. Reithose, -stiefel, -helm.
9:15 Uhr Telefon. Die Freundin von Kind  1. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>7:00 Uhr Töööt! Töööt! Töööt! Wecker.<br />
7:15 Uhr Kaffee gekocht. Kleines Frühstück.<br />
7:45 Uhr Duschen. Heiß. Wach.<br />
8:00 Uhr Ich arbeite dann jetzt mal.<br />
<span id="more-924"></span><br />
8:20 Uhr Ding, Dong! Klempner.<br />
8:40 Uhr Alles klar. Alles gut. Bis 15:00 Uhr. Dann mit Ersatzteil.<br />
9:00 Uhr Kind 1 wecken. Kakao kochen. Apfel schälen. Reithose, -stiefel, -helm.<br />
9:15 Uhr Telefon. Die Freundin von Kind  1. Wo ist mein Reithelm?<br />
9:20 Uhr Reithelm suchen.<br />
9:35 Uhr Kind 1 wird abgeholt. Winken. Viel Spaß.<br />
9:40 Uhr Ich arbeite dann jetzt mal.</p>
<p>9:45 Uhr Kind 2 ist wach. Kind 2 will Kaffee. Zaubere eine 9:1 Mischung Milch/Kaffee.<br />
10:00 Uhr Kind 2. Genauer Plan für Spiel, das es zu erfinden gilt.<br />
10:10 Uhr Kind 2 baut Spiel.<br />
10:15 Uhr Ich arbeite dann jetzt mal.</p>
<p>10:45 Uhr Spiel ist fertig. Muss dringend begutachtet werden. Muss. Dringend.<br />
11:00 Uhr Schaffe das Spiel in 3:46 Minuten. Bin ein bißchen stolz.<br />
11:15 Uhr Mache Kaffee. Wieder in Schwung kommen.<br />
11:30 Uhr Ich arbeite dann jetzt mal.</p>
<p>11:50 Uhr Kind 2 fordert Versprechen ein. In die Stadt gehen. Kleinkram gucken.<br />
12:45 Uhr Zurück aus der Stadt. Backzutaten. Schokoladenfiguren. Pfannenkuchen zum Mittag<br />
12:50 Uhr Kind 1 abholen.<br />
13:10 Uhr Kind 1 da. Freundin nicht. Kind 1 flucht und stampft davon.<br />
13:20 Uhr Kind 1 fragt nach Essen. Pfannenkuchen. Iiiihh, Pfannenkuchen!<br />
13:30 Uhr Freundin nach Hause fahren. Erklärt, was Kondome sind. Danke. Bitte. Bis Morgen<br />
13:40 Uhr Pfannenkuchen backen<br />
14:00 Uhr Mittagessen. Kind 1 isst Pfannenkuchen. Kind 2 nicht. Möchte Salamibrot.<br />
14:15 Uhr Pferd hat Kind 1 in den Finger gebissen. Nix zu sehen. Gucke trotzdem ernst. Kühlen.<br />
14:30 Uhr Ich arbeite dann jetzt mal.</p>
<p>14:35 Uhr Katze hat auf Reisetasche gekotzt.<br />
14:45 Uhr Noch eben Tisch abräumen. Spülmachine.<br />
15:00 Uhr Nachbarn zoffen lautstark im Treppenhaus. Hindere die Kinder daran, rauszugehen.<br />
15:15 Uhr Matheübungen Kind 1. Begutachte automatische Alarmanlage Kind 2. Drööt, drööt, drööt.<br />
15:30 Uhr Matheübungen Kind 1. Begutachtet. Kräftig gelobt. Kleine Fehler. Nix gesagt. Motivation und so.<br />
15:35 Uhr Kind 1 macht Spiel von Kind 2. In 2:58 Uhr. Fühle mich alt.<br />
15:40 Uhr Toilette. Kind 2 kommt rein und erklärt mir Nebelmaschine.<br />
15:50 Uhr Ich arbeite dann jetzt mal.</p>
<p>16:00 Uhr Ding, Dong! Klempner. Ersatzteil. Brauche nur 15 Minuten.<br />
16:10 Uhr Kind 1 weint hemmungslos. Verletzter Vogel im Garten.<br />
16:15 Uhr Mit Kind 2, Küchenrolle und scharfem Messer in den Garten. Habe richtig gute Laune beim Gedanken einen Gnadentot geben zu müssen.<br />
16:30 Uhr Jungvogel. Gesund. Gerade flügge? Kurzvortrag über Wildtiere. Nicht anfassen.<br />
16:40 Uhr Ratscher am Knie von Kind 1. Dreckig. Auswaschen. Aua, brennt!<br />
16:45 Uhr Kind 2 will in die Stadt. Will in die Stadt. Will in die Stadt.<br />
16:50 Uhr Kinder in der Stadt. Telefon. Irgendwo in der Wohnung. Kinderzimmer. Ganz tief drin.<br />
16:55 Uhr Freundin von Kind 1. Trösten, weil Kind nicht da.<br />
17:00 Uhr Ich arbeite dann jetzt mal.</p>
<p>17:15 Uhr Wann kommt die Mama? In 30 Minuten.<br />
18:00 Uhr Mama ist da.<br />
18:10 Uhr Ich arbeite dann jetzt nicht mehr und schreibe einen Blogartikel.</p>
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		<title>Begegnung</title>
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		<pubDate>Tue, 07 Jun 2011 09:40:30 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Forsch</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Forsch schreibt]]></category>

		<category><![CDATA[Penner]]></category>

		<category><![CDATA[Stadtstreicher]]></category>

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		<description><![CDATA[Es war ein schöner entspannter Tag. Wir waren schwimmen und genossen ausgelassen das schöne Wetter. Als die Badezeit zu Ende ging waren alle ob der Tatsache, dass sich der Tag nun dem Ende zu neigte, in einer heiter melancholischen Stimmung . Man verabredete noch zu McDonalds zu gehen, auch wenn wir das dort Angebotene nicht [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Es war ein schöner entspannter Tag. Wir waren schwimmen und genossen ausgelassen das schöne Wetter. Als die Badezeit zu Ende ging waren alle ob der Tatsache, dass sich der Tag nun dem Ende zu neigte, in einer heiter melancholischen Stimmung . Man verabredete noch zu McDonalds zu gehen, auch wenn wir das dort Angebotene nicht wirklich als Nahrung bezeichnen wollten. Sei&#8217;s drum.<span id="more-858"></span></p>
<p>Die Fastfood Filiale lag nur zwei Steinwürfe vom Schwimmbad entfernt und wir entschlossen uns den ca. 500 Meter langen Fußweg mit allen Taschen zu gehen. Der Weg war mit Verbundstein einheitlich gepflastert und führte auf seiner gesamten Länge leicht abschüssig in seiner Mitte zu einem Gullischacht, der durch ein bequem zu begehendes Gitter abgedeckt war.</p>
<p>Einige hundert Meter entfernt bemerkten wir einen Mann, der in gebückter Haltung sehr langsam den Gullischacht abschritt. Es war auf der Entfernung nicht genau auszumachen, was er dort machte. Erst nachdem wir uns ein wenig genähert hatten, konnte man erkennen, dass er alle paar Meter stehen blieb und mit einem dünnen Stock durch das Gitter langte und in dem Gulliuntergrund herumstocherte. Nun mochte er wohl etwas verloren haben, einen Schlüssel vielleicht, was aber nicht erklärte, warum er in kleinen Schritten sich langsam vorwärts bewegte.</p>
<p>Der Mann schien etwas heruntergekommen, ein ungepflegter grauer Bart zottelte in seinem Gesicht, das von Sonne, Wind und Regen gegerbt schien. Seine Kleidung war sauber, hatte aber schon bessere Zeiten gesehen, geflickt und fadenscheinig. An der Spitze des Stockes hatte er einen alten Kaugummi befestigt.</p>
<p>Unser Gespräch erstarb und neugierig beobachteten wir sein Tun, wie er, ohne uns eines Blickes zu würdigen, weiter mit dem Stock stocherte. Wir schauten ein paar Sekunden zu lang, um es noch irgendwie als höflich ansehen zu können, einfach weiterzugehen und den Mann Mann sein zu lassen. Also sprach ich ihn an.</p>
<p>&#8220;Entschuldigen Sie bitte die Störung. Wir haben bemerkt, dass Sie bereits den ganzen Weg entlang mit ihrem Stock den Gulli absuchen. Haben Sie etwas verloren, oder suchen Sie etwas?&#8221;</p>
<p>Der Mann schaute hoch. Aus seinem Blick sprach der Unwille Auskunft über sein Tun geben zu müssen.</p>
<p>&#8220;Münzen &#8230;&#8221; murmelte er.</p>
<p>Das Bild löste sich auf! Die Erkenntnis, die bereits im Kopf schlummerte, brach sich einen Weg in&#8217;s Bewusstsein &#8230;!</p>
<p>Mit einem Griff in meine Hosentasche zog ich an Münzen heraus, was ich greifen konnte.</p>
<p>&#8220;Darf ich Ihnen meine geben?&#8221; fragte ich und drückte dem Mann mein Kleingeld in die zögerlich aufgehaltene Hand. Sein &#8220;Danke &#8230;&#8221; war mehr zu erahnen als zu hören.</p>
<p>&#8220;Ich wünsche Ihnen einen guten Tag und noch viel Erfolg &#8230;!&#8221;</p>
<p>Ich wußte nicht, ob das eine angemessene Verabschiedung war. Ich  zog mich auf das zurück, was ich als &#8220;höflich&#8221; gelernt hatte und hoffte, ihn damit nicht zu sehr brüskiert zu haben.</p>
<p>Wir gingen weiter und zwei Minuten sprachen wir nicht. Bis die Kleine schließlich meinte: &#8220;Forsch, Du bist schon ein Netter &#8230;&#8221;</p>
<p>Ich fand das irgendwie garnicht, habe aber auch nicht widersprochen.</p>
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		<title>Rolf</title>
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		<pubDate>Mon, 06 Jun 2011 10:37:11 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Forsch</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Forsch schreibt]]></category>

		<category><![CDATA[Familie]]></category>

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		<description><![CDATA[Die alte Dame hatte sich wirklich gut gehalten. Sie war gesund und fit und ihr schwarzes Haar durchzogen nur vereinzelte graue Strähnen. Man hatte den Eindruck, sie sei noch von &#8220;alter Schule&#8221;: elegante Bewegungen, grazile Erscheinung, stechende, klare Augen. Dabei aber immer von einer leicht herablassenden Würde, als wäre sie eigentlich besseres gewohnt, als sich [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die alte Dame hatte sich wirklich gut gehalten. Sie war gesund und fit und ihr schwarzes Haar durchzogen nur vereinzelte graue Strähnen. Man hatte den Eindruck, sie sei noch von &#8220;alter Schule&#8221;: elegante Bewegungen, grazile Erscheinung, stechende, klare Augen. Dabei aber immer von einer leicht herablassenden Würde, als wäre sie eigentlich besseres gewohnt, als sich mit uns abzugeben.</p>
<p><span id="more-851"></span>Niemand konnte ihr genaues Alter bestimmen. Nach menschlichem Ermessen mußte sie vielleicht Mitte oder Ende 70 sein. Sie selbst äußerte sich dazu nie. Wenn sie etwas sagte, dann ging es um ihre direkten Bedürfnisse. Warum es noch nichts zu essen gäbe und dass sie sich jetzt ein wenig in die Sonne legen wolle.</p>
<p>Wir nannten sie Tante Polly. Ob sie tatsächlich so hieß, hat sie uns nie verraten, aber sie akzeptierte den Namen und reagierte darauf und so haben wir es nie für nötig erachtet ihren wahren Namen in Erfahrung zu bringen. Sie lebte schon so lange bei uns, sie hatte die Kinder aufwachsen sehen, hatte Glück und Leid miterlebt und mitgetragen, dass sie schlicht zur Familie gehörte. Alles andere war unvorstellbar.</p>
<p>Nur manchmal nachts, wenn das Haus ruhig wurde, war Tante Polly noch wach. Dann strich sie durch die verlassenen Räume und rief ihren Rolf.</p>
<p><em>RRRRRrrrrroooollllffffvvvv &#8230;!!</em></p>
<p>Und wieder</p>
<p><em>RRrrrrroooOOOlllvvvvv &#8230;!!!</em></p>
<p>Manchmal auch fragend</p>
<p><em>Rrrrrrooollllffff &#8230;??</em></p>
<p>Wenn wir sie ansprachen schaute sie nur verwirrt, schüttelte kurz, manchmal meinte man, ein wenig traurig, den Kopf, machte eine elegante Wendung und verließ den Raum.</p>
<p>Aber schon kurze Zeit später, vermutlich wähnte sie uns schlafend, hörte man sie wieder rufen:</p>
<p><em>Rrrroooollfff &#8230;! RRRRooolllfffvvv &#8230;!!</em></p>
<p>Sie rollte das <em>R</em> in ihrem Rachen und man hatte den Eindruck ihre Sprache hätte einen slawischen Einschlag, was sie neben der Tatsache, dass wir nichts über ihre Eltern und ihre Herkunft wußten, noch geheimnisvoller machte.</p>
<p>Sie suchte Rolf in jedem Raum, aber augenscheinlich fand sie nicht, was sie suchte, denn auch in der nächsten Nacht ging die Suche weiter.</p>
<p><em>Rrrroollllvvv &#8230;?</em></p>
<p>Wir vermuteten eine Form von Demenz und nötigten die Dame, durchaus unter Ausübung sanfter Gewalt, einen Arzt aufzusuchen, zu dem wir sie natürlich begleiteten. Aber außer seiner Bewunderung über ihren Anmut, ihre Haltung und dass er ihr Alter nicht glaube, konnten wir keine Informationen bekommen.</p>
<p>Im Laufe der Zeit gewöhnten wir uns an ihre kleine Schrulligkeit und nahmen es hin, ab und zu von ihrer inständigen Suche geweckt zu werden. Aber wir konnten ihr nicht helfen: Rolf war uns einfach unbekannt!</p>
<p>Geneigte Leser und Leserinnen! Kennen Sie Rolf? Wenn Sie uns helfen können, dann würden wir uns über eine Nachricht von Rolf freuen. Vielleicht erkennt Rolf sie ja auch <a href="http://www.lit-blog.de/wp-content/uploads/2011/06/tantepolly.jpg">auf dem Foto</a> wieder?</p>
<p>Danke!</p>
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		<title>Bürodialog</title>
		<link>http://www.lit-blog.de/2011/04/burodialog/</link>
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		<pubDate>Thu, 07 Apr 2011 13:46:49 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Forsch</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Forsch schreibt]]></category>

		<category><![CDATA[Gespräch]]></category>

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		<description><![CDATA[Meier: &#8220;Ich hätte gerne in den ersten beiden Wochen der Sommerferien Urlaub!&#8221;
Müller: &#8220;Das geht nicht, da habe ich schon Urlaub!&#8221;
Meier: &#8220;Wie? Das habe ich aber nicht genehmigt!&#8221;
Müller: &#8220;Ach, willst Du etwa für mich nach Teneriffa fliegen?&#8221;
Meier: &#8220;Na, klar! Fliege ich denn dann alleine?&#8221;
Müller: &#8220;Nee, mit meiner Frau.&#8221;
Meier: &#8220;Ok! - Ist die nett?&#8221;
Müller: &#8220;Nee, die mag [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Meier: &#8220;Ich hätte gerne in den ersten beiden Wochen der Sommerferien Urlaub!&#8221;<br />
Müller: &#8220;Das geht nicht, da habe ich schon Urlaub!&#8221;<br />
Meier: &#8220;Wie? Das habe ich aber nicht genehmigt!&#8221;<br />
Müller: &#8220;Ach, willst Du etwa für mich nach Teneriffa fliegen?&#8221;<br />
Meier: &#8220;Na, klar! Fliege ich denn dann alleine?&#8221;<br />
Müller: &#8220;Nee, mit meiner Frau.&#8221;<br />
Meier: &#8220;Ok! - Ist die nett?&#8221;<br />
Müller: &#8220;Nee, die mag Idioten.&#8221;<br />
Meier: &#8220;Dann werden wir viel Spaß miteinander haben.&#8221;</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Karma</title>
		<link>http://www.lit-blog.de/2011/03/karma/</link>
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		<pubDate>Wed, 02 Mar 2011 15:37:46 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Forsch</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Dies und Das]]></category>

		<category><![CDATA[Fernsehen]]></category>

		<category><![CDATA[Leben]]></category>

		<category><![CDATA[Serie]]></category>

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		<description><![CDATA[Kennt hier irgendjemand &#8220;My Name is Earl&#8221;? Nicht? Tja, da habt ihr wohl was verpasst. Das ist vermutlich eine der witzigsten, skurilsten und innovativsten Serien, die uns in den letzten Jahren (2005 in Deutschland ausgestrahlt) aus den USA erreicht haben. Leider ist sie sehr zu unrecht nicht wirklich bekannt geworden.
Es geht um einen Kleinkriminellen, der [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Kennt hier irgendjemand <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/My_Name_Is_Earl">&#8220;My Name is Earl&#8221;</a>? Nicht? Tja, da habt ihr wohl was verpasst. Das ist vermutlich eine der witzigsten, skurilsten und innovativsten Serien, die uns in den letzten Jahren (2005 in Deutschland ausgestrahlt) aus den USA erreicht haben. Leider ist sie sehr zu unrecht nicht wirklich bekannt geworden.</p>
<p><span id="more-835"></span>Es geht um einen Kleinkriminellen, der sich so recht und schlecht mir Gaunereien über Wasser hält. Eines Tages winkt ihm der große Gewinn in Form eines Lotterieloses. Doch die Freude währt nicht lange: er wird von einem Auto angefahren und verliert das Los. Im Krankenhaus sieht er im Fernsehen einen Prediger, der sagt, dass man alles im Leben zurück bekommt. Begeht man einen Fehler, tritt man jemanden auf die Füße und / oder schädigt man jemanden, dann wird das über kurz oder lang auf einen selbst zurückfallen.<br />
Earl ist von dieser Aussage sehr angetan und glaubt nun die Misere seines Lebens zu verstehen.<br />
Seine Konsequenz: Er macht sich eine lange Liste mit schlimmen Dingen, die er mal gemacht hat, und beginnt dies auf unnachahmliche Art und Weise, skuril und charmant wieder gut zu machen.</p>
<p>Und seitdem ich die erste Staffel auf DVD gesehen habe, glaube ich an Karma! <img src='http://www.lit-blog.de/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';-)' class='wp-smiley' /> </p>
<p>Neinnein, ich bin immer noch kein esoterischer armer Globulischlucker geworden. Ich bin nicht mal nahe dran. Aber ich glaube, dass es wichtig ist, die Dinge, die man vermasselt hat, nach besten Wissen und Gewissen wieder gut zu machen. Weil ansonsten etwas hängen bleibt und auf einen selbst zurückfällt. Manchmal reicht auch einfach eine Entschuldigung.</p>
<p>Vorschläge dürfen gerne in den Kommentaren verewigt werden. <img src='http://www.lit-blog.de/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';-)' class='wp-smiley' /></p>
]]></content:encoded>
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